Villach :stadtmarketing
City am Puls

Alle am Geschehen der Villacher Altstadt interessierte Menschen sind aufgefordert zu diversen stadtmarketingrelevanten Themenbereichen Ihre Meinung kundzutun. Inhaltlich wollen wir zukünftig mit einem Leitartikel auch ein wenig über den "Tellerrand" schauen und Themen aufgreifen, die uns bewegen sollten!

Unter der Rubrik DISKUSSIONSTHEMEN finden Sie die derzeit aktuell verfügbaren Artikel. Wenn Sie sich spezielle Themen - die wir diskutieren sollten - wünschen, teilen Sie uns dies mittels Kommentar auf dieser Seite mit, rufen uns einfach kurz unter 04242-46 600 an oder senden Sie uns ein Mail an cityimpulse@villach.at. Übrigens - diese Möglichkeit “zum Mitdiskutieren” gibt es seit April 2009!

Typisch für solche Wochen - viele Partner, Firmen, Freunde sind wahscheinlich der Meinung das nach Weihnachten die Welt untergeht und vorher alles erledigt werden muss. Na’ja auch ich denke so, daher ist diese Woche neben 6 Terminen mit jeder Menge an kleinen Dingen - die immer aufgeschoben wurden - gefüllt. Wochenhöhepunkte: Interessant das Abschlussgespräch zu unserem Projekt Mystery Shopping (besser ausgefallen als gedacht, sorry für meine schlechten Gedanken), zeitintensiv ein Treff mit einigen Exkollegen, spannend ein Gespräch mit einer neuen und vor allem netten Woche-Journalistin und lehrreich ein “Spionage”-Abstecher nach Graz zum Thema Weihnachten. Danke für die Tipps lieber Kollege :-)…

Sensationeller Italienertag zu Wochenbeginn: 36% aller KFZ tragen ein italienisches Kennzeichen! Montags-Tagesfrequenz 35.725. Dienstag (Feiertag) war leider verregnet, rund 1/3 weniger Frequenz zum Vorjahr! Dienstags-Tagesfrequenz 20.013. Zum verlängerten Feiertagswochenende (Fr.-Di.) zählen wir 146.212 Frequenzen (Vorjahr 147.299).
Immer wieder lehrreich sind Besuche anderer weihnachtlich geschmückter Städte - diese Woche am Programm: Steyr und Wels. Danke an meine beiden oberösterreichischen Kollegen das Sie für uns (mich und meinem Aufsichtsratsvorsitzenden) Zeit hatten! Eine Beurteilung wäre an dieser Stelle nicht angebracht, Ideen nimmt man immer und überall mit. Nur soviel: Beleuchtungsmäßig sind wir Top, der Christkindlmarkt ist in Wels optisch und vor allem organisatorisch besser!

In dieser Woche dreht sich fast alles ausschliesslich um das Thema Weihnachten. Funktioniert die Beleuchtung, sind alle 42 Baumbehänge, über 100 Strassenüberhänge und weitere 50 Objektbeleuchtungen montiert? Ist für die “Lichterprobe” (verlängerter Einkaufsabend) am Freitag alles vorbereitet? Sind noch kurzfristige Werbemaßnahmen notwendig? Sind bei der von uns initiierten und bereits laufenden Hauptplatzgastronomie Nachbesserungen vorzunehmen? Wird unser neues Vorhaben - einen Villach-Gutschein Stand am Christkindlmarkt zu betreiben - fruchten? Wie wird die neue Lederergassen-Beleuchtung angenommen werden? Wie wird sich die sorgfältig budgetierte Weihnachstzeit finanziell ausgehen? (Ich befürchte besorgniserregend, da laufend Unvorhergesehenes dazu kommt, alleine die nicht geplante Neuanschaffung von 1.500 Meter Lichterketten als Ersatz für kaputten Baumbehang bereitet mir große Sorgen!) Auf duzende Fragen sind Antworten zu geben. Auch auf einige (genaugenommen 6) Anfragen von Unternehmer, warum den z.B. ausgerechnet “Ihr” Baum vor dem Geschäft nicht beleuchtet wird…

Weihnachten ist offiziell das Fest der Liebe. Und das ist gut so! Es ist aber auch die Zeit des Schenkens. Und diese Kunst will gelernt sein. Denn Geschenke können nicht nur viel Freude bereiten, sie sorgen mitunter auch für Frust und Enttäuschung. „Ach wie schön! Eine Krawatte! Vielen Dank!“ So heucheln viele beim Anblick eines Geschenks, das sie nach den Festtagen ganz hinten im Schrank verstecken. Andere wiederum sind ehrlicher und sagen, dass ihnen nicht gefällt, was unterm Christbaum lag.

Wen wundert’s, dass die Freude verhalten bleibt, wenn die Küchenschürze für Sie mit der soundsovielten Krawatte für Ihn vergolten wird. Denn Schenken ist sozusagen eine alte Symbolik der Zuneigung, der Freude oder der Dankbarkeit“, sagt Dr. Anton Tölk, Leiter des Instituts für Psychotherapie an der Landes-Klinik Wagner-Jauregg. Somit drücken wir durch das Schenken eine soziale Wertschätzung aus. In einer Gesellschaft, in der Zeit zunehmend zu einer knappen Ressource wird, kommen jene Geschenke am besten an, denen man anmerkt, dass sich der Schenkende Zeit für die Ideenfindung oder für die Besorgung genommen hat. An zweiter Stelle liegen Geschenke, bei denen man Zeit in ihrer Reinform verschenkt: als gemeinsam zu verbringende Stunden oder Tage. Erlebnisgeschenke, die nicht nur Freude machen, sondern auch die Botschaft vermitteln: „Ich möchte Dir nah sein und Zeit mit Dir verbringen“ – sie stehen bei beiden Geschlechtern weit oben auf der Wunschliste, weiß der amerikanische Soziologe David Cheal.

Was aber steht ganz unten? Mit der Frage nach dem, was wir am wenigsten gern haben möchten, hat das Hamburger Meinungsforschungsinstitut GEWIS im Auftrag eines großen Handelskonzerns die Beliebtheitsskala umgedreht. Das nur mäßig überraschende Ergebnis: Wer vorhat, seine Liebsten zu Weihnachten mit Socken, Krawatten oder Handtüchern zu beschenken, sollte umdisponieren,so lange es noch nicht zu spät ist. Denn die erwähnten Geschenke-Klassiker erwiesen sich allesamt als am wenigsten geeignet, Glücksseufzer auszulösen. Erfreulicherweise bekam aber fast jede Frau auch schon ihren – statistisch ermittelten – Herzenswunsch nach Parfum (95 Prozent) oder Schmuck (88 Prozent) erfüllt.

Gutscheingeschenke werden immer beliebter!

Doch Geschenke müssen nicht immer real sein - auch Gutscheine kann man gut schenken. Sehr sinnvoll sogar, denn den Inhalt der Gutscheine kann der Beschenkte oft nach seinem Geschmack wählen. Doch Gutscheine haben immer einen Beigeschmack - hat sich der Schenkende etwa keine Gedanken gemacht oder nicht rechtzeitig ein gutes Geschenk gefunden? Dem kann man entgegentreten und einen Gutschein so kreativ wie kaum ein anderes Geschenk verpacken und mit einer ganz persönlichen Note versehen. Somit können mit ein wenig Phantasie auch Gutscheine ein individuelles Geschenk werden. Wie wäre es z.B. wenn die Gutscheine als Lesezeichen in einem kleinen Buch an einer passenden Textpassage Platz finden? Oder wenn die guten Scheinchen im alten Rucksack „verpackt“, den direkten Weg zum neuen Wanderzubehör weisen? Begehrt sind auch Blumensträuße mit „Gutscheinblüten“… Dem Einfallsreichtum sollen keine Grenzen gesetzt sein – denn Geschenke verbinden uns, schaffen Stabilität und schaffen Beziehungen.

Die Woche startet mit einem befruchtenden Workshop mit unserem Vzbgm. zum Thema Lederergasse, tags darauf folgt ein Mittagessen auf “neutralem Boden” in Pörtschach mit meiner Klagenfurter Kollegin und eine Besprechung mit den Elektrofirmen zum Thema Weihnachtsbeleuchtung. Mein Referat bei der Bezirksstellenleitertagung der WKÖ benötigt ebenfalls seine Vorbereitungszeit. Zentral beschäftigt uns aber die Vorbereitung für eine Messeeinsatz in San Donat di Piave - dort sind wir am Wochenende (Fr. - Mo.) mit einem Christkindlmarktstand vertreten!

Der Dezember ist für den Handel, für die Gastronomie aber auch für unsere innerstädtischen Dienstleister  eine bedeutsame Zeit, um Umsatz zu machen. Nicht wenige Unternehmungen machen bis zu einem Drittel ihres Jahresumsatzes in der Vorweihnachtszeit! Deshalb widmen wir diesen Wochen eine hohe Aufmersamkeit und Versuchen mit Inszenierung, Angebotsgestaltung und Werbung die Altstadt - sprichwörtlich “in’s beste Licht” zu rücken. Wir wollen aber auch Bestehendes permanent in Frage stellen, verbessern und/oder neue Akzente setzten, denn wir Wissen unsere Kundinnen und Kunden suchen immer wieder Neues.

Beleuchtung - im Vorjahr ist - Dank einer kräftigen Sonderfinanzierung seitens der Stadt - ein sprichwörtlich weithin sichtbarer Impuls gesetzt worden. Heuer wird die Stadt ähnlich hell erstrahlen. Neben laufenden Ersatzinvestitionen (Lichterketten “überleben” max. 3 Jahre) wird voraussichtlich die Lederergasse und der neu gestaltete Bahnhofplatz eine neue Weihnachtsbeleuchtung erhalten. Wir investieren so jährlich für Montage, Demontage, Betriebskosten und Lagerung ca. € 140.000,–. Erwähnenswert erscheint auch die Tatsache, dass Villach eine der wenigen Städte ist in der ansässige Unternehmer nicht zur Mitfinanzierung aufgefordert werden.

Christkindlmarkt - Ein Dank gebührt an dieser Stelle der Konzertagentur Knapp für das mittlerweile 32-jährige Engagement als Betreiber. Der Markt ist als Frequenzbringer nicht wegzudenken. Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass der Markt “in die Jahre” gekommen ist und sich die Rahmenbedingungen laufend ändern. Denken wir nur an die explosionsartige Vermehrung von kleineren Weihnachtsmärkten rund um Villach. Wir müssen - um unsere durchaus positive Position zu halten - mittelfristig und behutsam dem Markt einen neuen Anstrich verpassen! Ideen dazu wären z.B. themenorientierte Marktinseln wie ein Handwerksmarkt, Kindermarkt, orientalischer Basar etc. (Mein Buchtipp: “Die verlorene Stadt” von Christian Mikunda zum Thema Erlebnisdramaturgie) Unser Budgetansatz: € 16.000,– als Kostenzuschuss.

Hauptplatzgastronomie - Noch immer nett anzusehen, aber auch hier gilt es neue Akzente zu setzten! Z.B. wären viele Kleinigkeiten wie eine Musik die zur Zeit passt, einheitliche Thermobecher, ein spezieller Villach Punsch oder Angebote für Weihnachtsfeiern etc. denkbar. Unser Budget: ca. € 24.000,–, davon werden den 5 teilnehmenden Gastronomen 50% verrechnet, die einheitliche Hauptplatzoptik ist und als StaMa die restlichen 50% wert!

Werbung - unsere Aktivitäten in Kärnten sind als eher bescheiden zu betrachten. Einige Printaktivitäten, eine ORF Kooperation und ein Programmfolder verschlingen ca. € 16.000,–. Weihnachtliche Werbeaktivitäten finden aber auch im Oberitalienischen Einzugsgebiet in Form einer Marketingkooperation mit der Tourismusregion, der Therme Warmbad, den Bergbahnen und ATRIO statt. Unser Anteil: € 10.000,–. Dazu passend aus der Gerüchteküche: Diese Kooperation wird von manchen Altstadtunternehmern immer wieder kritisiert da ATRIO auch dabei ist und ist Begründung für eine Nichtteilnahme bei unseren City Shops! Gerne würde ich mit diesen Unternehmern einmal über Vor- und Nachteile von Kooperationen diskutieren. Also - ”Flagge zeigen” und melden!

Inszenierung & Programm - der weihnachtliche Kinderzug, die Krippe im Rosengarten, eine Gratis Kinderbetreuung, die Organisation der Charity Stände am Hautplatz und die Organisation eines langen Einkaufsabends mit dem Titel “Lichterprobe” (voraussichtlich am 20. Nov.) runden unser Weihnachtsprogramm ab!

Zum Wochenauftakt erfolgt die - vorläufige - Schlussabrechung der Weihnachtsbeleuchtung 08, leider haben wir hier das vorgesehene Budget überschritten. Gleichzeitig starten wir die Vorbereitungen für Weihnachten 2009 mit einer Ideensammlung für unsere “Lichterprobe”, mit einer Kontrollausschusssitzung zum Thema Christkindlmarkt Neu und einem Gespräch mit dem Marktbetreiber. Für uns ist es nichts Außergewöhnliches, wenn wir uns mitten im Sommer in weihnachtliche Stimmung versetzen müssen, das Wetter hilft ja auch dabei. 

Noch nenneswertes Geschehen in dieser Woche: die Wienerroither Eröffnung um 6.30 Uhr am Hauptplatz (so früh war ich schon ewig nicht in der Stadt und habe über die vorherrschende “Bewegung”  nur so gestaunt), die Eröffnung der Pizzeria Emiglia Romana in der Lederergasse (ich denke wir haben durch unser laufendes Lederergassen-Projekt auch ein wenig motiviert und “Entscheidungshilfe” geleistet) und die Begrüßung unserer 10.000 (!) City Bonus Kundin (das sollte eigentlich Beweis genug für skeptische UnternehmerInnen sein, dass City Bonus vom Kunden angenommen wird). Mit Spannung erwarte ich die nächste Woche, unser City Impulse Newsletter-Leitthema “der flüchtende Kunde” wird veröffentlicht und sollte doch Unternehmerreaktionen - egal ob positiv oder negativ - mit sich bringen. Sorry - diese Woche ist ein wenig länger als vorgesehen ausgefallen…